Aktion Liegestuhl erfolgreich

Unsere Initiative „Niehl fährt sicher“ tritt für ein fußgänger- und kinderfreundliches Veedel ein. Dazu starten wir jetzt mehrere Aktionen. Die Infos dazu finden Sie immer hier unter Aktuelles.

Wir freuen uns, dass unsere erste Aktion vom 5. bis 9. Oktober 2020 so viel Zuspruch bei Eltern und Anwohnern gefunden hat.
Bei der „Aktion Liegestuhl“ blockierten rund 25 Eltern eine Woche lang morgens die Halteverbotszonen vor der Grundschule Halfengasse mit Camping- und Liegestühlen. Diejenigen, die jeden Morgen in der Zeit zwischen 7.45 Uhr und Unterrichtsbeginn ihr Schulkind mit dem Auto direkt bis vors Schultor fahren wollten, wurden freundlich angehalten und darauf hingewiesen, wie gefährlich diese „Eltern-Taxis“ für die anderen Schülerinnen und Schüler sind, die zu Fuß zur Schule gehen. Denn durch die vielen Fahrten vor die Schule entsteht regelmäßig eine unübersichtliche Situation für die Schulkinder durch zu schnelles Fahren, Halten im Halteverbot, und oftmals riskante Wendemanöver.

Beim Verteilen der Flugblätter mit den Forderungen unserer Initiative „Niehl fährt sicher“ trafen wir bei den Eltern in den Autos erfreulicherweise auf zerknirschtes Verständnis. Bei heruntergekurbelter Fensterscheibe ergaben sich Gespräche, in denen auch Lösungen wie gemeinsame Fußgruppen organisieren oder die Nutzung der freien Parkplätze am Niehler Damm erörtert wurden.

Eine Wirkung stellte sich umgehend ein: Nach dem ersten Tag kamen stetig weniger „Elterntaxis“ vor das Schultor, etliche drehten bereits vorher ab und suchten andere Ausstiegsplätze oder kamen zu Fuß. Am Donnerstag und Freitag wandelte sich dann die übliche Rush Hour vor der Schule sogar zu einer angenehmen Atmosphäre für alle – Eltern lernten sich kennen und tauschten sich über das gemeinsame Anliegen aus, Schulkinder malten mit Straßenkreide auf dem Vorplatz und mussten schließlich ans Aufstellen auf dem Schulhof erinnert werden.

Unser Fazit: Die Aufmerksamkeit war groß, was sich auch im Medien-Echo (Express, Kölner Stadt-Anzeiger, WDR-Lokalzeit siehe unten) widerspiegelte. Bei vielen Eltern stellte sich ein Bewusstsein für das Problem, nämlich die Gefährdung von Kindern, ein. Wir wissen aber: Für eine nachhaltige Wirkung braucht es mehr als solche punktuelle Aktionen.
Wir bleiben dran.

Die Beantragung einer sogenannten „Eltern-Haltestelle“ am Niehler Damm ist bereits auf den Weg gebracht und wird derzeit geprüft (ADAC Elternhaltestelle). Auch unsere Kooperationspartner wie der Niehler Bürgerverein, Niehler Elternverein oder Niehl Aktiv sowie viele Menschen aus unserem Veedel, die nicht Eltern von Schulkindern sind, unterstützten uns bei der „Aktion Liegestuhl“. In vielen E-Mails und Gesprächen vor Ort wurde deutlich, wie groß das Bedürfnis ist, in Alt-Niehl ein Veedel zu schaffen, in dem Kinder, Senioren und alle anderen ohne Gefährdung durch den Autoverkehr leben können. Wir freuen uns hierüber mit so vielen ins Gespräch zu kommen, um gemeinsam eine gute Lösung für alle zu finden.

Bedanken möchten wir uns bei den Menschen, die uns auch mit einer Spende unterstützen möchten, etwa für eine „Felix“-Figur, die am Straßenrand aufgestellt wird, um Autofahrer zur Rücksicht auf Kinder aufzufordern. Vielen Dank! Das Engagement spornt uns an, weiter gemeinsam mit allen für ein lebenswertes Veedel für alle einzutreten.

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